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Ovarialvenenthrombose

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Ovarialvenenthrombose

Bei der Ovarialvenenthrombose handelt es sich um einen vollständigen oder teils vollständigen Verschluss (Thrombose) der Vena ovarica (Ovarialvene). Meist tritt die Erkrankung am zweiten bis sechsten Tag nach einer Geburt auf. Es ist vor allem die rechte Ovarialvene davon betroffen. Der septische Verlauf dieser Erkrankung ist lebensbedrohlich.


Leitmerkmale: plötzliche starke Unterbauchschmerzen
Definition Als Ovarialvenenthrombose bezeichnet man eine nicht vollständig durchgängige Ovarialvene

Allgemein
  • meist tritt die Erkrankung 2- 6 Tage nach einer Geburt auf
  • meist ist sie rechtsseitig
Ursachen
  • erhöhte Thromboseneigung
  • mangelnde Mobilisation im Wochenbett
Risikofaktoren
  • Wochenbett
  • Operationen/ Infektionen am Becken
  • Thrombophilie
  • Tumoren
  • Rauchen
  • Adipositas
Symptome
  • Schmerzen: stark, kolikartig, Unterleib, meist einseitig
  • Allgemeinsymptome: Abwehrspannung, evtl. hohes Fieber, Erbrechen, Dysurie, aufgeblähter Bauch
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Palpation (Bauch: Abwehrspannung)
Labor: kleines Blutbild (Leukozytose), Entzündungsparameter, D-Dimere
Apparative Diagnostik: Sonografie, CT, MRT, Farbduplexsonografie
Differentialdiagnose
  • Appendizitis
  • Pyelonephritis
  • Endomyometritis
  • gedrehte Ovarialzyste
Komplikationen
  • Lungenembolie
  • Thrombophlebitis
  • tiefe Venenthrombose
  • Myome
  • Sepsis
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Heparin, evtl. Antibiotika
  • Operative Therapie: Eröffnung der Vene, Adenexektomie