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Pankreaszyste

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Pankreaszyste

Als Pankreaszyste bezeichnet man eine Zyste innerhalb der Bauchspeicheldrüse. Dabei werden zwei Arten unterschieden. Dazu gibt es ein- oder mehrkammerige Zysten, die meist durch Zufall entdeckt werden.


Leitmerkmale: meist symptomlos
Definition Pankreaszysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe der Bauchspeicheldrüse

Einteilung
  • echte Zysten: selten, mit Epithel ausgekleidete Zysten, können angeboren sein, durch eine Verengung des Pankreasganges entstehen oder durch Tumoren entstehen
  • Pseudozysten: häufig, entstehen meist durch eine Verletzung oder Entzündung des Pankreas
Pathogenese Durch eine akute oder eine in Schüben verlaufende chronische Pankreatitis kommt es zur Bildung von Nekrosen und Verklebungen in den Gängen der Bauchspeicheldrüse. Diese kapseln sich ab und füllen sich mit Flüssigkeit

Ursachen
  • akute/chronische Pankreatitis
  • Penkreastumore
  • Verletzungen der Bauchspeicheldrüse
Symptome Meist ohne Symptome (Zufallsbefund):
  • Oberbauchschmerzen: evtl. Kolik
  • Allgemeinsymptome: Erbrechen, Übelkeit, Völlegefühl
  • Lokalisation: innerhalb des Pankreasgewebes (intrapankreastisch), um den Pankreas herum (peripankreatisch) oder hinter dem Bauchfell (retroperitoneal)
  • Inhalt: seröse Flüssigkeit bis Blut
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Palpation des Oberbauches (Verhärtungen, Abwehrspannung)
Labor: Blutbild, Entzündungsparameter
Apparative Diagnostik: Sonografie, CT, MRT, Angiografie, ERCP
Differentialdiagnose
  • Pankreastumor
  • Pankreaspseudozysten
Komplikationen
  • Blutungen
  • Perforation
  • Abszesse
  • Aszites
  • Verengung (Obstruktion) des Pankreas-/Gallengangs
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Beobachtung der Pseudozysten
  • Operative Therapie: Zystenpunktion, Entfernung der Zysten
Prognose Kleine Zysten können sich spontan resorbieren.