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Paralytischer Ileus
Beim paralytischen Ileus handelt es sich um eine Darmlähmung (Paralyse) durch Reaktion auf eine lokale oder systemische Störung. Dadurch kann der Inhalt des Darmes nicht mehr weitertransportiert werden, staut sich im betroffenen Darmabschnitt und kann nicht mehr entleert werden. Der Darm wird an dieser Stelle überdehnt und es kommt bei längerem Bestehen der Erkrankung zu Schäden an der Darmwand, bis hin zum Absterben bestimmt Darmteile. Die Symptome dazu treten oft sehr schleichend auf (über mehrere Tage). Ohne Behandlung, die meist konservativ ausfällt, kommt es zu lebensbedrohlichen Situationen.
Leitmerkmale: fehlende Darmgeräusche, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
| Definition | Als paralytischer Ileus bezeichnet man einen Verschluss des Darms bedingt durch eine Lähmung der Darmmuskulatur |
| Ursachen |
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| Risikofaktoren |
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| Symptome |
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| Diagnose | Anamnese: Stuhlanamnese (wann, wie häufig), Operationen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Gewichtsabnahme, Medikamente (Opiate, Codein, Laxantien, Antidepressiva), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus), Vorerkrankungen (Operation, Trauma, Niereninsuffizienz), Schmerzen Körperliche Untersuchung:
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| Differentialdiagnose |
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| Komplikationen |
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| Therapie | NOTFALL: Sofort ins Krankenhaus (Lebensgefahr)
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| Prognose | Hohe postoperative Letalität (25%). |
Notfall
Notfallmaßnahmen beim paralytischen Ileus:
- - Anruf: Notarzt (Tel.112)
- - Allgemeinmaßnahmen: Patienten beruhigen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken
- - Lagerung: erhöhter Oberkörper, bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
- - Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
- - Reanimation: Wiederbelebung
- - Zusatzmaßnahmen: Sauerstoffgabe, i.v.- Zugang, Einlauf
