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Pylorusstenose

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Pylorusstenose

Hypertrophe Pylorusstenose, Magenpförtnerverengung, Magenausgangsstenose, Magenpförtnerkrampf sind weitere Bezeichnungen für die Pylorusstenose. Die Pylorusstenose ist eineVerengung (Stenose) des Magenausgangs (Pylorus). Durch die Stenose kann die Nahrung nicht in den Zwölffingerdarm weiter transportiert werden. Die Kinder erbrechen somit die aufgenommene Nahrung gleich wieder. Durch die Erkrankung kommt es nach wenigen Stunden schon zu Defiziten in der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Die Ursache hierfür ist entweder eine muskuläre Hypertrophie des Magenpförtners oder eine Verlegung des Lumens des Pförtners durch Fremdkörper oder Verwachsungen. Je nach Behinderung der Passage kommt es zu unterschiedlich starken Krankheitszeichen.


Leitmerkmale:  schwallartiges Erbrechen kurz nach den Mahlzeiten
Definition Als Pylorusstenose bezeichnet man eine Verengung im Bereich des Magenausganges

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Hypertrophe Pylorusstenose
  • Magenpförtnerverengung
  • Magenausgangsstenose
  • Magenpförtnerkrampf
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Buben: 3. bis 8. Lebenswoche
Pathogenese Durch eine Verdickung des Muskels am Ausgang des Magens kommt es zu einem teilweisen/vollständigen Verschluss des Magenausgangs. Die Nahrung staut sich im Magen und kommt durch wiederholtes Erbrechen wieder nach oben, statt in den Dünndarm weitertransportiert zu werden

Einteilung
  • angeboren: tritt 3 Wochen nach der Geburt auf, v.a. bei Jungen
  • erworben: Entzündungen, Magenulcus, Magentumore, Fremdkörper
Ursachen
  • unklar
Symptome
  • Erbrechen: säuerlich, direkt bis halbe Stunde nach der Mahlzeit, stark, schwallartig, evtl. mit Blut
  • Allgemeinsymptome: Exsikkose (tiefe Augenringe, trockene Schleimhäute), Kachexie, Unruhe, Aufmerksamkeitsdefizit, vermehrter Appetit, geringer Stuhlgang, Gedeihstörungen, Oberbauchauftreibung
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Abtasten Oberbauch (Schwellung), wellenförmige Bewegungen am Oberbauch
Labor: metabolische Alkalose, Kalium erniedrigt, Säure-Basen-Haushalt
Apparative Diagnostik: Sonografie, Röntgen (Breischluck), Endoskopie (Magen)
Differentialdiagnose
  • Refluxerkrankung
  • Pylorusatresie
  • adrenogenitales Syndrom
  • Stoffwechselstörungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Vergiftungen
  • Ernährungsfehler
  • Infektionen im Magen-Darm-Bereich
  • angeborene Anomalien: Duodenalatresie
Komplikationen
  • Stoffwechselentgleisungen
  • Koma
  • Tod
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: kleine Mahlzeiten
  • Ernährungstherapie: Elektrolyte, ausreichend Flüssigkeit
  • Medikamentöse Therapie: Spasmolytika
  • Operative Therapie: Pyloruserweiterung