Symptome (Leitbilder)
Warze

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Warze

Verruca vulgaris, gemeine Warze, vulgäre Warze, Hautwarzesind weitere Bezeichnungen für die Warze. Bei der Warze handelt es sich um benigne Papillome der Haut, die durch Papillomaviren verursacht wurden. Die Infektion beruht auf Kontakten. Über kleineste Verletzungen des Haut und Schleimhäute dringt das Virus in die Haut ein. Dort infizieren sie die obersten Schichten der Haut und vermehren sich in den Zellkernen. Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftauchen der Warzen könne dabei etliche Monate vorbeigehen.


Leitmerkmale: Papel der Epidermis, rosa bis rot bis schwarz
Definition Als Warze bezeichnet man eine gutartige Wucherung von Epithelgewebe

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Verruca vulgaris
  • Gemeine Warze
  • Vulgäre Warze
  • Hautwarze
Formen
  • vulgäre Warze (Verruca vulgaris, Stachelwarzen): (häufigster Typ)
    • Symptome: stecknadelkopf- bis erbsengroße, harte und sich vorwölbende Knötchen, die später verhornen und sich auch beetartig auf der Haut vermehren können
    • Lokalisation: Hände, Finger, Nägelränder, Fußsohlen
    • im Kopfbereich: filiforme Warzen
  • Fußsohlenwarze (Plantarwarzen, Dornwarzen, Verrucae plantares):
    • Symptome: Wachstum bis ins Periost, flach, spitzkegelig
    • Lokalisation: Fußsohle
  • Mosaikwarze:
    • Symptome: oberflächlich vereinzelt, später beetartig, beschwerdefrei
    • Lokalisation: Fußsohlen, Zehenballen
  • Verrucae planae juveniles (juvenile Flachwarzen):
    • Symptome: flache, plane Warzen mit glatter Oberfläche rosa bis rot gefärbt, zum Teil einzeln oder konfluierend
    • Lokalisation: Hände, Gesicht
  • Condylomata acuminata (Feigwarzen):
    • Symptome: Knötchen millimetergroß, weißlich, blumenkohlartig
    • Lokalisation: Geschlechtsorgane, Analbereich
  • Molluscum contagiosum (Dellwarzen):
    • Symptome: stecknadelkopf- bis erbsengroße Knötchen, glatte/glänzende Oberfläche
    • Lokalisation: ganzer Körper
  • Verrucae planae (Flachwarzen):
    • Symptome: flach, rund oder mehreckig, weich, hautfarben bis graugelb
    • Lokalisation: ganzer Körper
Pathogenese Viren gelangen durch eine kleine Hautverletzung in die Epidermis, wandern von dort in die Tiefe und infizieren die Zellen der Basalzellschicht (Produktion neuer Viren), von dort steigen die Viren wieder zur Epidermis auf und produzieren vermehrt Hautgewebe

Ursachen
  • Papillomaviren
Ansteckung
  • Kontakt-/ Schmierinfektion
  • Mensch zu Mensch
Risikofaktoren
  • Abwehrschwäche
  • periphere Durchblutungsstörungen (kalte Hände/Füße)
  • starke Schweißneigung
Symptome Meist an Hand/Fingern:
  • Haut: Papeln/Knoten hautfarben, blumenkohlähnlich, kreisrund begrenzt, fest
  • Allgemeinsymptome: meist schmerzlos
Diagnose Anamnese: Klinik
Differentialdiagnose
  • aktinische Keratose
  • Lichen ruber planus
  • malignes Melanom
  • seborrhoische Keratose
  • Keratoakanthom
  • spinozelluläres Karzinom
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Kryotherapie, Immunstimulation, tragen von leichtem Schuhwerk, tägliches wechseln der Kleidungsstücke
  • Naturheilkundliche Therapie: Bachblüten, Eigenbluttherapie, Homöopathie, Phytotherapie, Schüssler Salze
  • Medikamentöse Therapie: Podophyllinlösung, Salizylsäure, Vitamin-A-Säure
  • Operative Therapie: Vereisung, Ausschabung mit scharfem Löffel, Verätzung
Prognose Hohe Rezidivrate.