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Morbus Horton
Arteriitis temporalis, Riesenzellarteriitis, Arteriitis cranialis, Horton-Magath-Brown-Syndrom sind weitere Bezeichnungen den Morbus Horton. Als Morbus Horton wird eine Arterienentzündung vor allem der Schläfen-/Augen-/Netzhautschlagader bezeichnet. Sie kann im Extremfall zum arteriellen Verschluss führen. Befallen davon sind vor allem die großen und mittelgroßen Arterien des Kopfes (Arteria temporalis, Arteria ophthalmica, Aortenbogen). Es kommt hierbei zu einer Verdickung der inneren Wandschicht der Arterie (Intima) und somit zu einer Einengung des Lumens des davon betroffenen Blutgefäßes. Das Gebiet hinter der Einengung wird somit weniger durchblutet, als mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Sie kommt vor allem bei älteren Frauen vor. Die Arteriitis temporalis gehört zu den Autoimmunerkrankungen und kann zu Durchblutungsstörungen der Netzhaut führen. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen. Unter einer Kortisonbehandlung kommt es meist zu einer vollständigen Genesung.
Leitmerkmale: einseitig, anfallweise Schläfenkopfschmerzen, einseitige Gesichtsfeldausfälle, tastbare Temporalarterie
| Definition | Beim Morbus Horton sind die Arterien der Schläfe und der Netzhaut entzündet |
| Weitere Bezeichnungen (Synonyme) |
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| Vorkommen (vor allem bei) |
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| Pathogenese | Durch Autoimmunerkrankungen kommt es zur Entzündung der Arteria temporalis und damit zu Durchblutungsstörungen der Netzhaut des Auges |
| Ursachen |
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| Symptome |
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| Diagnose | Inspektion: tastbare, verhärtete Arteria temporalis Labor: BSG stark erhöht, Leukozyten erhöht, Anämie, Eisen erniedrigt Apparative Diagnostik: Biopsie, Dopplersonografie |
| Differentialdiagnose |
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| Komplikationen |
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| Therapie |
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| Prognose | Sehr gut unter Steroidtherapie, unbehandelt 30% Erblindung, Rezidivgefahr bei zu frühem Absetzen der Steroide. |
