Musculus (Muskel)
Glattes Muskelgewebe

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Glattes Muskelgewebe/ Muskulatur

Durch eine fehlende Querstreifung im Mikroskop schaut die Muskulatur glatt aus.

Typen
  • single unit: kommunizieren über Gap junctions (mehrere Zellen kontrahieren gleichzeitig => Hohlorgane); Vorkommen im Darm, Magen, Gebärmutter, Harnleiter
  • multi unit: Muskelzellen werden einzeln vom vegetativen Nervensystem erregt (sind über einen Membranschutz von den Anderen isoliert); Vorkommen: Augenmuskeln, Samenleiter, Bronchialsystem, Gefäße
Vorkommen
  • Wände von Hohlorganen (außer Herz)
  • Muskeln der Eingeweide und Atmung
  • Blutgefäße
  • Lymphgefäße
Aufbau
  • spindelförmige Zellen
  • jede Zelle hat einen Zellkern (liegt in der Mitte der Zelle)
  • zahlreiche Zellorganelle
  • die  Nachbarzellen sind mit Gap junctions miteinander mehrfach verbunden (Kontakt)
  • 20 mal kleiner als die Skelettmuskelzellen sind glatte Muskelzellen
Aufgaben
  • Aufrechterhaltung der Muskelspannung über eine längere Zeit (Peristaltik im Verdauungstrakt, Blutdruckregulation im Blutkreislauf usw.)
Arbeitsweise
  • unwillkürlich (Sympathikus, Parasympathikus)
  • langsam (5-10 Kontraktionen/Min.)
  • rhythmisch, autonom
  • kann eine Muskelspannung ohne große Energieaufwand lange (ohne zu ermüden) aufrechterhalten (niedriger ATP-Aktivität)
  • werden über von Nerven ausgegebenen spezifischen Substanzen erregt
  • bei der Kontraktion kommt es zur Lumeneinengung des betreffenden Organs
  • kann sich im Gegensatz zur quergestreiften Muskulatur auch nur teilweise kontrahieren
  • bei längerer Dauerkontraktion (z.B. Sphinkteren) sinkt der Energieumsatz
Weitere Literatur

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